1949 startete mit dem Ende der Blockade, finanziert durch die USA, das Berliner Aufbauprogramm. Circa 30% aller Gebäude waren in Berlin durch den Zweiten Weltkrieg zerstört oder unbewohnbar. Die Wohnungsnot war groß. Aus dieser dramatischen Lage heraus wurde etwas Wunderbares geschaffen: Unser Zuhause.

Die Siedlung entsteht, Fotos aus alten Collagen


Die Siedlung entstand ab dem Jahr 1954 auf einer sogenannten „Freifläche“ in Berlin Haselhorst in Nähe der alten preußischen Pulvermühle. Die Bauherren packten oftmals selbst mit an, um den Bau voranzutreiben. So konnten schnell die erste und zweite Baureihe fertiggestellt werden. Ältere Nachbar_innen berichten noch heute davon, dass sie sich als Kinder bei der Gartenarbeit mit den Eltern durch die Fundamente alter Lagerhallen hämmern mussten, um den Boden für den Anbau von Nahrung nutzbar zu machen.

Die Siedlung entsteht, Fotos aus alten Collagen


Die Jahre vergingen, die Siedlung wuchs und die wirtschaftliche Lage verbesserte sich. So wurden Terrassen gebaut, alte Fenster zum Kohlekeller geschlossen und Ölheizungen installiert. Nicht selten führen eingemauerte Zeitschriften der 50er und 60er Jahre neue Besitzer_innen beim Einriss einer alten Wand durch die Geschichte des Hauses.

Die Siedlung entsteht, Fotos aus alten Collagen


Im Laufe der Jahre haben wir nun 246 Häuser in der Adickesstraße und im Huberweg errichtet. Angrenzend an den Hohenzollernkanal, in der Nähe der Oberhavel und mit viel Grün herum lebt es sich bei uns in der Großstadt Berlin recht naturverbunden. Wir sind froh, hier zu sein.


Die ESIGO-Siedlung 2019 (c) Diana Matthey